Wasserradlwege | Graveltouren durch Oberbayern

Die perfekte Genussrunde für Gravelbike-Einsteiger*innen: von Holzkirchen zum Tegernsee

Ihr seid - wie wir auch - dem Gravel-Trend verfallen und sucht landschaftlich reizvolle und abwechslungsreiche Routen?
Ein bis 25 bayerische Kaffee- und Kuchen-Spots zum Einkehren wären schön, und wenn sich ein Sprung in den See ausgeht, hättet ihr auch nichts dagegen?
Nur ständig von LKW oder Hobby-Rennfahrern überholt zu werden, darauf könntet ihr verzichten?

Dann haben wir die perfekten Graveltouren für euch!

Im Rahmen unserer Kooperation mit Tourismus Oberbayern e.V. stellen wir euch die Wasserradlwege vor.

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Wasserradlwege? Hä? Habt ihr noch nie gehört? Wir vorher auch nicht! Auf komoot findet ihr die Wasserradlwege-Collections  mit Tourenvorschlägen für 1.200 Kilometer perfekt beschilderter Radwege durch die schönsten Orte Oberbayerns.

„Bei den Wasserradlwegen geht es um rund 1.200 Kilometer Fernradweg, der sich über drei Hauptschleifen durch ganz Oberbayern erstreckt und durch regionale Besonderheiten charakterisiert wird. Im Norden geprägt von Hopfen & Bier, im Südosten stehen das Salz und im Südwesten Kunst & Kultur im Fokus. Zentraler Dreh- und Angelpunkt aller Touren ist München.”
Cindy Peplinski, Tourismus Oberbayern

Kaddi und Meike haben mit Gravelbike und Crosser für euch eine dieser Routen in der Gegend zwischen Holzkirchen und Tegernsee erkundet.

Die Fakten: 43,6 Kilometer & 321 Höhenmeter

Start und Ziel: Holzkirchen Bahnhof

Fahrzeit: ca. 3:15 Stunden inkl. kurze Pause

Untergrund: Anfangs viel Asphalt (ca. 28 km), dann gemischtes Gelände auf Straße und Schotter.

Pausenspots: Gut Kaltenbrunn, Kloster Reutberg, Papierfabrik in Gmund

Variante: Direkt ab München (ca. 35 Kilometer mehr)

„Wir haben uns die Tour ausgesucht, weil wir Lust auf eine entspannte Graveltour hatten, die uns körperlich nicht komplett fordert und aber dennoch Bergblick, neue Ecken und vielleicht einen hübschen Kaffee- und Kuchen-Spot mit sich bringt.”
Meike & Kaddi

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Die Strecke

Mit der Regionalbahn Oberbayern fahren wir vom Münchner Hauptbahnhof nach Holzkirchen, wo die Tour startet. Hinwärts kennen wir die Strecke ganz gut, denn sie verläuft auf derselben Straße wie die klassische Rennrad-Tour  in die berühmte Valepp. Wenig Gravel, mehr Asphalt, aber dafür auch wenig Verkehr und hübsche Ortschaften wie Oberwarngau und Reitham. Wir fahren durch sattgrüne Kuhweiden und weite Wiesen immer auf die noch schneebedeckten Berge zu.

Über Bernloh und Festenbach geht es dann ins Louisenthal, vorbei an der Fabrik des traditionsreichen Papierherstellers „Gmund Papier”, einem von zwei Wasser-Erlebnis-Punkten unserer Route.

Auf den Wasserradlwegen gibt es solche Punkte immer wieder. Sie bieten entweder kulturelle Highlights, einen grandiosen Ausblick oder einen Ort zum Verweilen.

Hier machen wir Halt, werfen einen kurzen Blick auf die geschichtsträchtigen Gebäude der Fabrik und legen eine Pause am Ufer der Mangfall ein.

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Nach einem Kaffee- und Kuchen-Stop in Gmund radeln wir (Bike-)Freundinnen weiter am Nordufer des Tegernsees mit Blick auf den Wallberg und seine Nachbarsgipfel. Wer möchte, kann hier am zweiten Wasser-Erlebnis-Punkt das Radl stehen lassen und eine Runde mit dem Schiff auf dem Tegernsee schippern. Gut Kaltenbrunn lädt mit Aussicht auf den See zur Pause ein, aber wir fahren weiter. Unsere Route zweigt nach Norden ab, jetzt geht es zurück Richtung Holzkirchen.

Für den Heimweg waren unsere Erwartungen ehrlicherweise nicht sonderlich hoch, schließlich war klar, dass wir dem Bergblick jetzt den Rücken kehren. Doch wir wurden positiv überrascht: Auf uns bisher unbekannten, kleinen Straßen und schottrigen Waldwegen durchs kitschigste Bilderbuchbayern kommen wir zum Kloster Reutberg, wo wir mit Bergblick schon wieder eine Pause machen könnten. Am Tölzer Kirchsee ärgern wir uns erneut, dass die Temperaturen derzeit nicht zu einem Bad einladen und widmen uns einem letzten, steilen Anstieg. Ab Leithen rollen wir entspannt zurück bis nach Holzkirchen.

Generell hat die Strecke ein welliges Profil mit vielen Auf- und Abstiegen. Es gibt aber keine langen, steilen und unbezwingbaren Anstiege, deshalb ist sie auch für Anfänger*innen geeignet.

Die Teilstrecke der Kunstschleife kann natürlich beliebig erweitert werden: Ambitionierte Radfahrer*innen können schon in München starten und zum Beispiel über den Perlacher Forst, Sauerlach und Otterfing nach Holzkirchen radeln. Je nach Startpunkt würden circa 35 Kilometer und weitere zwei Stunden Fahrt zur eigentlichen Route dazukommen.

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Nützliche Infos zu den Wasserradlwegen

  • Anfahrt: Vom Münchner Hbf nach Holzkirchen dauert die Fahrt circa 35 Minuten
  • Kosten: One-Way 8,50 Euro (Zone M-3), Fahrradtageskarte (Zone M-6) 3,00 Euro
  • Funfact: Das Netz der Wasserradlwege ist so groß und breit angelegt, dass die größte Distanz von egal welchem Ort in Oberbayern zu einem der Radlwege maximal 20 Kilometer beträgt
  • Auf der digitalen Karte des Tourismus Oberbayern kann man die drei Schleifen verfolgen und Informationen zu den einzelnen Wasser-Erlebnis-Punkten erhalten.

Tipps von Meike und Kaddi für die MMG Community:

  • Im Sommer spätestens gegen 10 Uhr losfahren, da der Hinweg nicht sehr bewaldet ist. Der Rückweg hingegen führt durch Wald und über Straßen mit Bäumen, wo man in der Mittagszeit Schatten findet.
  • Für alle, die Picknick mitnehmen möchten, gibt es immer wieder Bänke mit Blick auf tolles Panorama, wo es sich gut rasten lässt, zum Beispiel am Ufer des Tegernsees oder am Kloster Reutberg.
  • Wer auf der Suche nach schöner Papeterie ist, sollte unbedingt im Gmund’ner Papiershop einen Stop machen und vor dem Losfahren daran denken, eine Tasche ans Rad zu hängen, in die die Einkäufe passen.
  • Falls dann noch Platz in der Radltasche ist, unbedingt die Badesachen einpacken. Unterwegs gibt es einige Stellen, wie der Holzsteg des Kirchsee, die sich für eine kleine Abkühlung anbieten. Der Kirchsee ist für seine gute Wasserqualität bekannt, große Liegewiesen gibt es aber leider nicht.
  • Gute Bäckereien gibt es auf dem Weg viele. Wer Kaffee und Kuchen mit DEM Panorama haben möchte, könnte zum Beispiel einen Abstecher ins Gut Kaltenbrunn machen.

 

Foto Credits: Jens Scheibe

{ Dies ist eine bezahlte Kooperation mit Tourismus Oberbayern, daher entsprechen unsere Aktionen, Tipps etc. der Werbung }
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