Julia Topp

Julia hat einige Jahre in Melbourne gelebt bevor sie dem Job wegen nach München kam. Daher kommt auch ihr Spitzname "Jules".

Ihre Liebe zu den Bergen und dem Wandern hat sie 2006 auf einer Tour durch Neuseeland entdeckt.

Als freischaffende Art Direktorin hat sie praktischerweise auch unter der Woche Zeit mal in die Berge zu fahren, sei es zum Wandern oder Trail Running oder sich ihrer zweiten Leidenschaft, dem Kochen & Backen zu widmen.  

Mitte August kannst du Jules' auf ihrem neuen eigenen Blog folgen, indem es - natürlich - ums Essen, Laufen und Wandern geht.

Du wohnst seit 2011 in München. In welchem Stadtteil fühlst du dich am meisten zuhause und warum?

Schwabing West. Ich gehe viel zu Fuß, auch in die Innenstadt wenn ich muss, und von Schwabing West aus ist das ein perfekter Spaziergang.

Außerdem laufe ich viel und die Nähe zum Olympia Park und Englischer Garten ist super praktisch. Ansonsten habe ich hier alles in nächster Nähe und dank der Maxvorstadt auch viele nette Bars und Cafes.

Was ist dein Lieblingsort in München und warum?

Überall dort wo es grün ist. Deswegen gehe ich gerne im alten Teil von Englischen Garten laufen und nicht an der Isar. Dort ist es mir einfach zu voll.

Wo fühlst du dich in München den Bergen am nächsten?

Auf einer Bank auf dem Luitpold Park Hügel. Bei schönen Wetter hat man eine tolle Sicht und es gibt weniger Touristen als auf dem Olympia Hügel.

Wo trifft man dich auf keinen Fall?

In Clubs am Wochenende. Als Frankfurterin hab ich in der Jugend alle Raves mitgefeiert die man sich vorstellen kann… 🙂 Jetzt bin ich Frühaufsteher und fahre viel lieber in die Berge als mir die Nächte um die Ohren zu schlagen.

Erzähle uns von deiner ersten Erinnerung an die Berge! Weißt du noch, wann du das allererste Mal in den Bergen warst und was du da gemacht hast?

Meine Tante wohnt auf der Schwäbischen Alp. Natürlich kann man die Berge dort nicht mit den unsrigen hier vergleichen aber für mich war es als Kind ein Highlight auf der alten Staufer Burg rumzukraxeln.

Was bedeuten die Berge für dich?

Ruhe & Einsamkeit. Ich fahre gern allein in die Berge. Vor allem unter der Woche. Ich hab da so meine Klassiker wie Jochberg und Rotwand. Dort kann ich dann stundenlang auf dem Gipfel sitzen und in die Ferne schauen... ☺

Was machst du in den Bergen am liebsten und warum?

Wandern & Trail Running.

Wo ist dein Lieblingsspot in den Bergen?

Ich bin gerne am Walchensee.

Von wo hat man deiner Meinung nach die schönste Aussicht?

Vom Scharfreiter. Von allen Bergzügen die hier in der Nähe liegen bin ein großer Fan vom Karwendel

Was ist dein liebstes Berg-Foto zur Zeit und warum?

Hmmm, da gibt es einige. Diverse von meiner Bernina Tour in der Schweiz, die ich vor ein paar Wochen mit meiner Freundin gegangen bin.

Welche Tour muss man unbedingt gemacht haben und warum?

Sommertour: Ganz klar die Bernina Runde. Die Schweiz ist nah, die Tour ist abwechselnd und ich bin immer noch ganz hin und weg wenn ich an die Steinböcke und kunterbunten Bergwiesen denke.

Wenn man etwas mehr in die Ferne schweifen möchte dann haben mir von den längeren Wanderungen der Laugavegur in Island am besten gefallen.

Kurzausflug: Die Reitherspitze von Seefeld aus.

Wintertour: ich geh immer wieder gern auf den Hirschberg im Winter. Die Hütte hat ganzjährig geöffnet und man kann das letzte Stück runter rodeln.

Die Torscharte im Karwendel ist auch großartig.

Was nimmst du immer mit in die Berge (in deinem Rucksack) und warum?

  • Müsliriegel. So gern ich in den Hütten schlemme, wird das auf Dauer recht teuer. Deswegen habe ich meine selbstgemachten Müsli- und Proteinriegel immer dabei.
  • Sonnencreme LSF 50. Weniger benutze ich nie fürs Gesicht und Dekolte, das habe ich mir in Australien angeeignet.

Was war deine allzeit beste Anschaffung für die Berge und warum?

Alles was leicht ist. Wenn ich so an meine Wanderungen in Neuseeland denke gruselt es mir weil ich oft viel zu schwer losgezogen bin. Über die Jahre habe ich nach und nach fast alles gegen ultralight Sachen ausgetauscht. Das einzige Schwere ist nur noch die Kamera mit diversen Objektiven…

Was empfiehlst du Neulingen, die in die Berge gehen möchten?

  1. Ans Wetter denken. Man sollte immer etwas warmes und winddichtes dabei haben. Man weiß nie was passiert und ob man vielleicht mal längere Zeit ungewollt in Kälte und Wind verbringen muss.
  2. Die Höhenmeter nicht unterschätzen. Wenn man direkt eine Tour mit 800m Höhenmetern macht und völlig fertig am Gipfel ankommt (wenn man ankommt…) kann einem schnell die Lust auf eine weitere Wanderung vergehen.

Was ist deine größte Herausforderung in den Bergen?

Ich hab zwar keine Höhenangst aber vor der Klasse „1-Schritt-in-den-Tod“ halte ich mich fern. Da gab es mal einen Weg in Banff/Canada, der mir einfach zu heftig war…

(Foto: das ist nicht das Matterhorn, sondern der Mount Assinibone im Banff Nationalpark!)

Hast du dir für 2017 etwas Besonderes vorgenommen – und wenn ja, was und warum?

Da gibt es so einige: ich möchte mehr biwaken, endlich einen Klettersteig Kurs machen und mehr Trail Running betreiben.

Mein großes Ziel ist der Overland Run 2019 in Tasmanien. Aktuell arbeite ich noch fleißig an meinem Blog, der Mitte August live geht.

Hast du eine Lebensweisheit / Motto / Spruch, die dich immer begleitet/n?

Nö, eigentlich nicht. Aber ich hab in den letzten Jahren gelernt wie wichtig es ist auf sich und seine Bedürfnisse besser zu hören, achtsam zu sein und die Arbeit der Lebensqualität unterzuordnen.

Welches Equipment nutzt du, um in den Bergen zu fotografieren?

Meine Camera ist leider schon etwas älter, eine Neue ist bis zum Ende des Jahres in Planung.

Aktuell fotografiere ich mit einer Canon 550D. Ich liebe meine Sigma Objektive heiß und innig. Das Macro 105mm F2,8 EX DG OS HSM und mein 50mm F1,4 DG HSM mit dem ich aktuell vor allem meine Food Bilder fotografiere.

 

Liebe Jules, vielen dank für das Interview mit dir. Nicht nur deine Touren machen Appetit auf mehr - wir freuen uns sehr auf den Launch deines Blogs und die vielen tollen Rezepte! Mach weiter so, alles Liebe!

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