Roxane Hillebrand

Roxane Hillebrand ist 26 Jahre alt, von Beruf Fluglotsin und macht in ihrer Freizeit am liebsten Sport. Sie bouldert, klettert, wandert, läuft, .. und wenn sie sich mal nicht um ihre Fitness kümmert, ist sie gerne auf Reisen, spielt Gitarre oder geht auch gerne mit Freunden was trinken. Von ihren liebsten Wander & Klettertipps erfährst du hier im Interview.

Du wohnst seit 2013 in München. In welchem Stadtteil fühlst du dich am meisten zuhause und warum?

Mein Herz schlägt für Haidhausen. Ich bin 2013 aus Freising direkt dorthin gezogen und fühle mich sehr wohl. Vor allem das Franzosenviertel, der Wiener & Weißenburger Platz haben unheimlich Charme. Generell ist hier alles recht familiär, es gibt viele schöne Cafés & Restaurants (zB Iunu, Emmi’s Kitchen, Chopan am Gasteig), kleine süßes Läden und ich mag einfach die Atmosphäre hier. Weit zur Isar hat man es auch nicht. Gegen 1-2 Bars mehr in meinem Viertel hätte ich allerdings nichts einzuwenden 😉

Zwei Viertel, die ich auch nicht zu unterschätzen finde, sind das Dreimühlen- und Glockenbachviertel. Am Glockenbachviertel mag ich die vielen kleinen Läden & Bars und dass abends eigentlich immer was los ist. Im Sommer kann man einfach am Gärtnerplatz rumhängen und von dort in paar Minuten an die Isar laufen.

Was ist dein Lieblingsort in München und warum?

Im Sommer an der Isar. Tagsüber die Sonne genießen oder entlang joggen und abends mit ein paar Freunden gemütlich was trinken.

Wo fühlst du dich in München den Bergen am nächsten?

In München fühl ich mich den Bergen am Nächsten, wenn Föhn ist. Dann habe ich den Eindruck, als bräuchte ich maximal eine halbe Stunde, um in den Alpen zu sein 😉

Wo trifft man dich auf keinen Fall?

In irgendwelchen Schickimickiclubs oder an zu überlaufenen Orten, die voller Menschen sind.

Erzähle uns von deiner ersten Erinnerung an die Berge! Weißt du noch, wann du das allererste Mal in den Bergen warst und was du da gemacht hast?

Das allerste Mal war ich als kleines Kind mit meiner Familie im Fichtelgebirge in Oberfranken unterwegs. Wobei dort die Berge nicht ganz so hoch sind. Dort waren wir immer wandern und manchmal auch Blaubeeren und Pilze sammeln.

Was bedeuten die Berge für dich?

Die Berge bedeuten für mich Freiheit. Hier kann ich am besten abschalten, alle Sorgen und Stress vergessen und sozusagen dem Alltag einfach mal entfliehen.

Was machst du in den Bergen am liebsten und warum?

Schwierige Frage.. Vielleicht das Wandern, da man theoretisch jederzeit spontan losfahren kann und das auch mal alleine, was zB. beim Klettern nicht funktioniert.

Hauptsächlich gehe ich in den Bergen wandern oder mache Klettersteige.  Das Klettern hab ich erst vor einem knappen Jahr angefangen. Von daher bin ich noch nicht so erfahren und gehe hauptsächlich in der Halle klettern. Ich war erst ein, zweimal Sportklettern draußen, und das möchte ich dieses Jahr unbedingt intensivieren und auch mal alpin klettern gehen.
Einen festen Kletterpartner habe ich nicht, da es mit meinem Schichtdienst etwas schwierig ist. Allerdings habe ich 2-3 Leute mit denen ich regelmäßig klettern oder bouldern gehe.

Wo ist dein Lieblingsspot in den Bergen?

Seit 2016 bin ich ein großer Fan vom Karwendel bzw. dem Achensee, da ich dort viele Wanderungen gemacht habe. Kann aber gut sein, dass sich das 2017 wieder ändert, wenn ich wieder neue Berg und Gipfel entdecke 😉

Von wo hat man deiner Meinung nach die schönste Aussicht?

"Die" schönste Aussicht gibt es meiner Meinung nach nicht. Es gibt einfach zu viele unterschiedliche, wunderschöne Landschaften. Wenn ich mich entscheiden müsste: vom Bärenkopf aus hat man einen wahnsinnig tollen Blick über den Achensee und das Karwendel.

Was ist dein liebstes Berg-Foto zur Zeit und warum?

Dieses Bild bedeutet für mich frei, unabhängig und glücklich sein zur gleichen Zeit. Dafür braucht es auch nicht viel. Man muss einfach in die Natur raus, sich bewegen und schon bekommt man wieder einen klaren Kopf. Außerdem erinnert es mich an eine sehr schöne Tour im Sommer mit einer guten Freundin: der Tour zum Schinder.

Roxy's Wander- und Klettersteigtipp: Welche Tour muss man unbedingt gemacht haben und warum? 

Meine Lieblingstour ist nach wie vor die auf die Lamsenspitze hoch über den Brudertunnel.  Die Kraxelei und Landschaft dort haben mir unheimlich gut gefallen. Teilweise ist die Route ein leichter Klettersteig. Für geübte Wanderer bzw. welche, die etwas Klettererfahrung haben, reichen aber Handschuhe und ein Helm, den man aufgrund der Steinschlaggefahr tragen sollte.

Die Wanderung auf den Bärenkopf kann ich auch nur empfehlen. Sie ist sehr entspannt und nicht anspruchsvoll. Oben hat man einen wunderschönen Panoramablick über den Achensee.

Was nimmst du immer mit in die Berge (in deinem Rucksack) und warum?

Kleine Tüte für Müll, Wechselklamotten im Sommer, ein kleines Handtuch & eine Sonnencreme, ausreichend zu Trinken, Müsliriegel, Geld, Handy für Notfälle.

Was war deine allzeit beste Anschaffung für die Berge und warum?

Meine Wanderschuhe, da sie mir den optimalen Halt geben und auch nach mehreren Stunden wandern noch bequem sind.

Was empfiehlst du Neulingen, die in die Berge gehen möchten?

Man sollte sich auf alle Fälle geeignetes Schuhwerk anschaffen, immer das Wetter vor einer Wanderung checken und es schadet auch nicht, wenn man die ersten Touren mit jemanden zusammen macht, der mehr Erfahrung in den Bergen hat als man selbst.

Was ist deine größte Herausforderung in den Bergen?

Manchmal mein eigener Schweinehund, den ich das ein oder andere Mal schon überwinden musste.

...und Nässe! Wobei ich schon immer sehr auf's Wetter achte und versuche, nur bei guten und sicheren Bedingungen in die Berge zu gehen.

Hast du dir für 2017 etwas Besonderes vorgenommen – und wenn ja, was und warum?

Ich hoffe, dass ich öfters zum Skifahren komme als in der Wintersaison 2015/2016 und am liebsten würde ich Skitouren gehen, wobei das im Moment wieder sehr in Mode ist und fast jeder machen will 😉

Ansonsten würde ich gerne mehr draußen Klettern gehen, also wirkliches alpines Klettern. Und es stehen noch ein paar anspruchsvollere, teils Mehrtagestouren an, die ich 2016 zeitlich leider nicht mehr unterbekommen habe: Mehrtagestouren gibt es zahlreiche in den Dolomiten, wo ich dieses Jahr unbedingt mal hin möchte. Der Hochvogel (wobei man den auch als 1-tägige Wanderung machen kann), dann natürlich so "Standardtouren" wie der Jubiläumsgrat an der Zugspitze oder auf den Watzmann, eine Hüttentour im Steinernen Meer, usw.

Hast du eine Lebensweisheit / Motto / Spruch, die dich immer begleitet/n?

nein...

Liebe Roxy, vielen 💙-Dank, dass wir Einblick in deinen Alltag haben dürfen. Die Kletter & Wandertipps sind super inspirierend. Viel Freude, Spaß und Abenteuer in den Bergen weiterhin! 

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