Katharina Kestler

Freeriden Wandern Mountainbiken in den Bergen: Katharina fährt Ski seit sie 3 Jahre alt war, das Mountainbiken kam mit 20 dazu, vor ein paar Jahren dann das Rennradeln.

Wandern, Klettern und Surfen geht sie auch, die Wanderstiefel und die Kletterausrüstung hat sie in ihrem Auto sowieso ständig dabei. Man weiß ja nie 😉

Als Kind hat sie vom Skateboard die Rollen abgeschraubt, das Brett im Schnee als Board verwendet und geglaubt, sie hätte eine neue Sportart erfunden. 

Bitterlich geweint hat die kleine Kaddi damals, wenn die Berge auf der Heimfahrt vom Urlaub im Rückspiegel immer kleiner und kleiner wurden - und ist daher völlig logisch als Erwachsene nach München gezogen. 

Katharina ist 35 Jahre alt und arbeitet mittlerweile als freie Journalistin vor allem für den Bayerischen Rundfunk.

Du wohnst seit 2007 in München. In welchem Stadtteil fühlst du dich am meisten zuhause und warum?

In meiner Hood in Schwabing. Sicher nicht der hipste Stadtteil und vielleicht auch nicht der schönste, aber ich wohne schon seit 2008 in der Hohenzollernstraße – und das ist eine verdammt lange Zeit.

Außerdem bin ich super schnell im Englischen Garten zum Laufen, an der Isar zum Mountainbiken oder im Norden zum Rennradln.

Was ist dein Lieblingsort in München und warum?

Ich mag München eigentlich gerne – und es hier auch nicht schlechter machen als es ist. Aber meine Lieblingsorte sind trotzdem die Auffahrten auf die A8, A95 oder A96. Sorry. 🙂 🙂

Wo fühlst du dich in München den Bergen am nächsten?

In meinem Bett.

Klingt absurd, aber ich habe hinter mein Bett in einem Anfall von Langweile nach einer Verletzung ein großes Bergbild an die Wand gemalt. Es fährt sogar eine kleine Aufziehgondel, die mir meine Schwester geschenkt hat, auf den Gipfel.

Gegenüber „wohnt“ mein Sportequipment – vor allem meine drei Fahrräder. Wenn ich sie sehe, mach‘ ich ganz automatisch Pläne fürs nächste Wochenende oder Abenteuer.

  

Wo trifft man dich auf keinen Fall?

Nachts in irgendeinem Club am Wochenende. Da bin ich in den Bergen – oder im Bett. Es geht ja immer schon so früh los...

Erzähle uns von deiner ersten Erinnerung an die Berge! Weißt du noch, wann du das allererste Mal in den Bergen warst und was du da gemacht hast?

Ich bin in Bamberg aufgewachsen und habe schon als Kleinkind jeden Winter- und Sommerurlaub in den Bergen verbracht.

Meine ersten Erinnerungen an die Berge sind also vom Rücksitz aus. Ich weiß noch, dass mein Vater jedes Mal wenn wir an der Zugspitze vorbei gefahren sind, Oberlehrermäßig gefragt hat, welcher Berg das sei – das macht er übrigens heute noch.

Was bedeuten die Berge für dich?

Alles. Und noch mehr, wenn sie in Kombination mit Meer erlebbar sind.

Was machst du in den Bergen am liebsten und warum?

Skifahren. Weil Skifahren ist das leiwandste…

Wo ist dein Lieblingsspot in den Bergen?

Eigentlich eine unmöglich zu beantwortende Frage, aber wenn‘s sein muss, kann ich mich wenigstens auf eine Region festlegen:

Ich bin ein großer Südtirol Fan. Berge, Essen, Wein, Menschen – da passt einfach alles.

Von wo hat man deiner Meinung nach die schönste Aussicht?

Vom Pool im Dolomitenhof auf die Sextner Sonnenuhr.

Die Sicht auf dem Herzogstand rundherum.

Oder von Albona II oder besser gleich vom Maroikopf.

Vom Weinberger Haus ins Inntal.

Oder vom Bärenkopf auf den Achensee.

Trentino: von Nago auf den Gardasee.

Vom Stüdlgrat auf den Glockner.

Die Aussicht vom Sonnenkopf ins Rheintal.

Vom Masner Richtung Ischgl.

Der Blick vom Berg auf den Schrecksee im Allgäu oder den Pragser Wildsee in Südtirol.

Von der Ronda auf die Sella. 

Muss ich mich entscheiden? 😀

Was ist dein liebstes Berg-Foto zur Zeit und warum?

Sämtliche von früher aus unseren Familienurlauben.

Zum Beispiel, weil wir in der Pre-Gore-Tex-Zeit einfach alle so unfassbar gut und stylisch ausgesehen haben.

Und: Was würde ich nur mit meiner ganzen Zeit anfangen, wenn mir meine Eltern die Bergliebe nicht eingepflanzt hätten?!

Welche Tour muss man unbedingt gemacht haben und warum?

Jeder sollte mal einen Sonnenauf- und Sonnenuntergang auf einem Gipfel erlebt und dort oben biwakiert haben – egal ob im Sommer oder Winter.

Allerdings muss man sich vorher genau informieren, ob es auf dem Gipfel oder in der Region der Wahl überhaupt erlaubt ist. Das ist meistens eine rechtliche Grauzone und man muss im Zweifelsfall mit Strafen rechnen.

Logischerweise sollte man den Übernachtungsplatz so hinterlassen, wie man ihn vorgefunden hat und nachts auch keine große Party abfackeln, auch wenn man erfahrungsgemäß nur sehr wenig schläft und Rotwein nicht unbedingt hilft. 🙂

Der Sonnenaufgang am Risserkogel ist auf jeden Fall sehr sehenswert.

Was nimmst du immer mit in die Berge (in deinem Rucksack) und warum?

Blasenpflaster wegen Blasen. Erste-Hilfe-Set wegen erster Hilfe. Handy wegen Fotos.

Was war deine allzeit beste Anschaffung für die Berge und warum?

Eine Stirnlampe. Manchmal wird’s später. Nicht immer ganz freiwillig.

Was empfiehlst du Neulingen, die in die Berge gehen möchten?

Eine Stirnlampe. 🙂

Was ist deine größte Herausforderung in den Bergen?

Anspruchsvolle Kletterei. Ausgesetzte Wege. Überhängende Stellen im Klettersteig. Irgendwann mit Ü30 hat aus unerfindlichen Gründen plötzlich ein wenig die Höhenangst eingesetzt. Nicht immer, aber oft genug.

Hast du dir für 2017 etwas Besonderes vorgenommen – und wenn ja, was und warum?

Ich würde in der Sommersaison 2017 gerne auf einer Hütte in den Bergen arbeiten – und herausfinden, ob ich dort wirklich leben kann oder das eine romantisch verklärte Spinnerei von mir ist und ich meine Job und die Stadt doch zu sehr vermisse.

Hast du eine Lebensweisheit / Motto / Spruch, die dich immer begleitet/n?

I know I’m falling, gonna ride it anyway.

Liebe Kaddi, vielen 💙-Dank für das Interview mit dir ! Die Berg-Kinderfotos sind unschlagbar, deine Aussichts-Tipps Gold wert und deine Freeride-Touren-Bilder sowieso atemberaubend. Wir sind gespannt auf deine neuen Abenteuer und freuen uns, dich dabei zu begleiten 🙂 

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