Eva Schuler

Eva ist 24 Jahre alt, studiert Tourismusmanagement an der Hochschule München und ist für ihr Studium nach München gezogen.  Mit zarten 3 Jahren stand Eva das erste Mal auf Skiern und ist seit dem regelmäßig in den Bergen: zum Wandern, Bergsteigen und natürlich Skifahren.

Sie hat sich nicht nur wegen der Stadt selbst, sondern vor allem durch die Nähe zu den Bergen in München verliebt - und fühlt sich pudelwohl hier. Nicht umsonst nennt sie sich auf instagram "evemuc".

Du wohnst seit 2011 in München. In welchem Stadtteil fühlst du dich am meisten zuhause und warum?

Ich wohne seit ca. 5 Jahren in München, in der Isarvorstadt und fühle mich dort definitiv zuhause. Die Nähe zur Isar ist einfach ein Traum, sei es um einfach nur Spaziergänge mit dem „Pflegehund“ zu machen, zum Radeln oder für abendliche Laufrunden. Und für Nachts finde ich die kleinen Bars hier perfekt.

Ich hatte in meiner Heimat (bei Heilbronn) einen Hund der leider dann gestorben ist. Als ich nach München gezogen bin, hatte ich mir so sehr einen Hund gewünscht, aber als Student ist das leider nicht so einfach. Da kam ich dann auf die Idee nach einem pflegehund zu suchen. Mit dem ich dann ab und zu Gassi gehen kann, als kleiner Mini Nebenjob 🙂

Was ist dein Lieblingsort in München und warum?

Das ist ein kleiner versteckter „Strand“ an der Isar in Richtung Grünwald. Da radle ich im Sommer gern hin, um zu entspannen.

Wo fühlst du dich in München den Bergen am nächsten?

Ich denke das ist der Olympiaberg. Bei Föhn hat man da einen Wahnsinnsblick auf die Alpen.

Wo trifft man dich auf keinen Fall?

Puh gute Frage, obwohl ich recht zentral wohne, bin ich nur sehr selten in der Innenstadt. Shoppen gehe ich lieber online, da ich das ständige Gewusel um den Marienplatz/Neuhauserstraße echt nervig finde.

Erzähle uns von deiner ersten Erinnerung an die Berge! Weißt du noch, wann du das allererste Mal in den Bergen warst und was du da gemacht hast?

An ein genaues Erlebnis kann ich mich nicht erinnern, aber ich war schon als kleines Kind mit meinen Eltern oft in den Bergen.

In Flims/Laax/Falera haben sich meine Eltern kennengelernt. Da gehe ich hin seit ich lebe 😂 und es fühlt sich dort wie ein zweites Zuhause an.

Die Berge selbst habe ich schon immer geliebt. Irgendwie hatte ich als kleines Kind immer das Gefühl, dass sie mich beschützen. Witzigerweise habe ich aber das Wandern damals gehasst. Jetzt kann ich nicht genug davon bekommen.

Was bedeuten die Berge für dich?

Freiheit. Loslassen zu können, vom Alltag abschalten und einfach nur die Natur genießen. Der Gedanke, dass sie mich beschützen, hält irgendwie auch noch immer an. Ich fühle mich in den Bergen einfach wohl.

Was machst du in den Bergen am liebsten und warum?

Im Sommer ist es definitiv das Wandern. Da kann man noch richtig die Natur erfahren. Wilde Tiere und Pflanzen sehen und besonders liebe ich die Ruhe dort.

Im Winter ist es für mich das größte Vergnügen, die Ski-Pisten runterzudüsen.

Wo ist dein Lieblingsspot in den Bergen?

Hm, gute Frage, spontan fällt mir da ein Plätzchen auf dem Weg zum Sonnjoch ein. Kurz oberhalb des Gramaialm-Hochlegers. Da hat man einen tollen Ausblick auf’s Karwendel, kann die Sonne genießen und den Kuhglocken lauschen.

Von wo hat man deiner Meinung nach die schönste Aussicht?

Schwer zu sagen, ich finde jede Aussicht ist einzigartig.

Was ist dein liebstes Berg-Foto zur Zeit und warum?

Das Foto von den Steinböcken auf der Seekar-/Seebergspitze! Ich habe mich wie ein kleines Kind gefreut, das erste Mal diese bemerkenswerten Tiere in freier Wildbahn zu sehen. Und dann noch so nahe!

Welche Tour muss man unbedingt gemacht haben und warum?

Das ist das gleiche wie die Frage mit der schönsten Aussicht. Ich finde jede Tour hat etwas Besonderes 😉

Zur Zeit bin ich totaler Fan vom Karwendel. Mal sehen auf welche Gipfel es mich diesen Sommer zieht...

Was nimmst du immer mit in die Berge (in deinem Rucksack) und warum?

Handy, Kamera, ausreichend Sprudel, Brotzeit, eine Gipfelschoki und ganz wichtig Wechselklamotten!

Was war deine allzeit beste Anschaffung für die Berge und warum?

Meine Wanderschuhe. Ohne die hätte ich all die Gipfel nicht gesehen. Und eine Daunenjacke, die sich winzig klein zusammenrollen lässt, die habe ich im Herbst, Winter und Frühjahr immer dabei, da sich das Wetter in den Bergen doch sehr schnell ändern kann.

Was empfiehlst du Neulingen, die in die Berge gehen möchten?

Am besten die ersten Touren mit erfahreneren Wanderern starten. Eine gute Planung was sowohl Wetter als auch Tourenbeschreibung angeht ist sehr wichtig.

Ich habe mir z.B. die App „Galileo Pro“ runtergeladen. Die hat mich schon öfters gerettet, als Wanderwege nicht ausgeschildert waren. Mit der App kannst du dir vor der Wanderung die entsprechende Karte downloaden und dann muss man nur noch ein bisschen Karten lesen können 😉

Was ist deine größte Herausforderung in den Bergen?

Das ist tatsächlich die Höhe 😀

Ich bin nicht 100% schwindelfrei. Ich werde nie meine Bike&Hike-Tour auf die Birkkarspitze vergessen. Da gab es Wegabschnitte, die wirklich ein Kampf für mich waren.

Aber umso stolzer war ich, als ich dann oben am Gipfelkreuz stand. Im Nachhinein betrachtet war’s dann aber doch gar nicht so schlimm 😀

Und ich muss sagen, es wird zum Glück von Mal zu Mal besser.

Hast du dir für 2017 etwas Besonderes vorgenommen – und wenn ja, was und warum?

Definitiv weiter an meiner Höhenangst arbeiten. Ich möchte mich gern mal an einem Klettersteig versuchen.

Und was ich auf jeden Fall diesen Sommer mache, ist mir ein Zelt zuzulegen. Nachdem ich eine Nacht in der Schutzhütte unterhalb der Birkkarspitze übernachtet habe, will ich das unbedingt mal im eigenen Zelt machen. Es ist einfach unbezahlbar unterm Sternenhimmel einzuschlafen.

Hast du eine Lebensweisheit / Motto / Spruch, die dich immer begleitet/n?

Nein.  Aber den Spruch „Wenn man am Abgrund steht, ist der Rückschritt ein Fortschritt“ mag ich gern.

Welches Equipment nutzt du, um in den Bergen zu fotografieren?

Ich schleppe immer meine Nikon D5300 mit hoch. Dafür habe ich ein Teleobjektiv und neuerdings auch ein Weitwinkelobjektiv.

Ansonsten tut’s auch mein Handy oder sehr selten die GoPro.

Liebe Eva, vielen 💙-Dank für das Interview mit dir! .. wenn man deine Bilder ansieht, bist du auf dem besten Weg, deine Höhenangst zu besiegen. Mach unbedingt weiter so - alles Liebe für dich!

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