Wie pflege ich meine Outdoor Bekleidung & Material – Teil 1: Faustregeln

nina-schwind-profil-munichmountaingirls
Nina (36) ist in Mittenwald zwischen Karwendel und Wetterstein aufgewachsen und mag es als Ex-Skirennläufern gerne schnell – egal ob auf zwei Brettln, dem Mountainbike oder dem Skateboard. Tätig in der Sport- und Outdoorbranche, dreht sich bei ihr auch beruflich alles rund um das Thema.
Gut gepflegte Kleider machen glückliche Bergsportler – Wie frau mit Outdoorbekleidung und Accessoires richtig umgeht.

Mutti hat es gut gemeint: Das erste Snowboardoutfit meines Freundes hat sie, weil sie es nicht besser wusste, erst einmal schön vor Gebrauch gewaschen – mit Weichspüler, versteht sich. Gut gemeint war in diesem Fall aber leider nicht gut gemacht und die Funktionalität des Textils direkt dahin: Atmungsaktivität ade!

Wir haben sicherlich alle schon mal Fehler bei der Pflege von Outdoorbekleidung gemacht. Damit dir – und mir – das in Zukunft erspart bleibt, habe ich ein paar Reinigungs- und Pflegetipps für die wichtigsten Bekleidungsteile und -Accessoires zusammengetragen. Falls du weitere Kniffe hast, freue ich mich natürlich, wenn du diese mit uns teilst!

Pflege Outdoor Bekleidung: Teil 1

Faustregeln – eigentlich kann es so einfach sein

Zunächst gibt es ein paar Faustregeln zu nennen, die für die meisten Produkte gelten. Ausnahmen bestätigen, wie so oft, die Regel (dazu kommen wir später!):

  • Die richtige Pflege verhindert unnötigen Verschleiß und sorgt dafür, dass man lange Freude an seinem Kleidungsstück hat. Gut für die Umwelt und den Geldbeutel!
  • Alle Kleidungsstücke und Accessoires nach Gebrauch ausreichend lüften/trocknen lassen. Oft ist ein erneuter Einsatz ohne Waschen möglich.
  • Daher: Waschen so wenig wie möglich, so oft wie nötig
  • Funktionsbekleidung kann in der Regel in die normale Haushaltswaschmaschine gegeben werden – nur Schlafsäcke sind wegen ihres Volumens in einer professionellen Waschmaschine besser aufgehoben
  • Bitte verwende umweltschonende Wasch- und Pflegemittel und achte auf die korrekte Dosierung. Eine Überdosierung geht nicht nur ins Geld, sondern schadet der Umwelt und im schlimmsten Falle auch der Bekleidung.
  • Weichspüler ist der Teufel in Person und hat in Sportwäsche nichts verloren.
  • Für die meisten Produkte wird kein Trockner benötigt. Auf der Leine trocknen ist somit völlig ausreichend. Ausnahme: Daunen- und andere Isolationsmaterialien.
  • Kleidung vor dem Waschen auf links drehen, Reiß- und Klettverschlüsse schließen. Dies verhindert unnötigen Verschleiß und beugt übermäßigem Pilling vor
  • Auch Wäschesäcke sind nützlich um mechanische Beschädigung während der Wäsche zu verhindern. Ich benutze für Synthetikbekleidung den Wäschesack von Guppy Friend, der vor allem dafür sorgt, dass kein Mikroplastik ins Abwasser gelangt.

Hast du Faustregeln für deine Sport- und Outdoor-Wäsche? Wie pflegst du deine Klamotten? Oder legst du darauf keinen großen Wert?

Lass es uns in den Kommentaren wissen!

Weiterlesen

Teil 2 der Serie: Base Layer pflegen

Teil 3 der Serie: Mid Layer Pflege

Teil 4 der Serie: Soft- und Hardshell-Pflege

Teil 5 der Serie: Wanderschuhe, Handschuhe + Rucksäcke pflegen

nina-schwind-profil-munichmountaingirls

Nina Schwind

Munich Mountain Girl
Nina ist in Mittenwald zwischen Karwendel und Wetterstein aufgewachsen und mag es als Ex-Skirennläufern gerne schnell – egal ob auf zwei Brettln, dem Mountainbike oder dem Skateboard. Tätig in der Sport- und Outdoorbranche, dreht sich bei ihr auch beruflich alles rund um das Thema. Die 36-Jährige freut sich, bei den Munich Mountain Girls über Herzensangelegenheiten schreiben zu können, die im Berufsalltag keinen Platz finden.
Nina auf Instagram:
munichmountaingirls-logo-rund-weiß-neu.jpg
Möchtest du von neuen Tourentipps und Interviews erfahren?

Melde dich zu unserem Newsletter an 🙂

1 Comment

  1. Katy 7. Januar 2018
    Reply

    Thanks for a great article.
    Just to add to your information (sorry about the English), tumble drying on a low heat is beneficial for waterproof breathable outwear. The heat from tumble drying can help to revive a factory applied durable water repellent (DWR) coatings and can improve the garments ability to shed surface water/snow, and stay dry (and keep you warmer) for longer.

Leave your comment